
Stehmeetings: Die kürzeste Sitzung ist eine stehende
Verhältnisprävention ohne Mehraufwand: Stehmeetings reduzieren Sitzzeit systematisch und lassen sich als BGM-Maßnahme im Handlungsfeld Bewegung verankern.
Warum wird im Stehen besser besprochen?
Wer steht, kommt schneller zum Punkt. Ohne die Bequemlichkeit des Stuhls schweift niemand ab, Monologe werden seltener, Entscheidungen fallen früher. Das ist kein Zufall: Stehen signalisiert dem Kopf, dass es um etwas geht und gleich weitergeht. Kurze, regelmäßige Abstimmungen profitieren davon am meisten.
Was haben Stehmeetings mit Gesundheit zu tun?
Jede Besprechung im Stehen ist eine Sitzphase weniger. Bei mehreren kurzen Meetings am Tag summiert sich das spürbar – ganz ohne dass jemand „Sport machen“ müsste. Genau diese Unsichtbarkeit ist die Stärke: Die Maßnahme verlangt kein Umdenken über Gesundheit, sie verändert nur das Format.
Wie setzt es sich von selbst durch?
Am besten startet man mit den ohnehin kurzen Formaten – dem täglichen Stand-up, der schnellen Abstimmung. Ein hoher Tisch oder einfach ein Raum ohne Stühle genügt. Sobald die Beteiligten merken, dass sie pünktlicher fertig sind, trägt sich das Format von allein. Lange, inhaltsschwere Sitzungen bleiben natürlich im Sitzen – es geht um die vielen kurzen dazwischen. Eine gute Ergänzung ist die Best Practice Walk & Talk: Das Meeting im Gehen.
So setzen Sie es um
- 1Geeignetes Meeting identifizieren: tägliches oder wöchentliches Status-Meeting (max. 15 Min. Agenda)
- 2Ort wählen: stehend im Bürobereich, kein Meetingraum mit Stühlen
- 3Optional: Flipchart oder Whiteboard als Hilfsmittel
- 4Nicht geeignet für: Feedback-Gespräche, Konfliktgespräche, Präsentationen mit Laptop
- 5Im Team ankündigen: „Unser tägliches Stand-up findet ab jetzt im Stehen statt.“
- 6Regel klar kommunizieren: maximal 15 Minuten – jeder sagt kurz: (1) Was habe ich gestern gemacht? (2) Was mache ich heute? (3) Gibt es Blockaden?
- 7Keine Stühle, kein Laptop (oder nur 1 gemeinsamer Bildschirm)
- 8Selbst pünktlich und stehend erscheinen – Sie geben den Ton vor
- 9Timer stellen: 15 Minuten – wenn nicht fertig, Themen vertagen und bilateral klären
- 10Moderation: reihum, jeder maximal 2 Minuten
- 11Diskussionen stoppen: „Lassen Sie uns das danach bilateral klären.“ – Das Stehmeeting ist kein Diskussionsforum
- 12Bei Unpünktlichkeit: Starten ohne die zu spät Kommenden
- 13Feedback einholen: Fühlen sich Meetings effizienter an?
- 14Durchschnittliche Meetingdauer vorher/nachher vergleichen
- 15Entscheiden: Format auf andere Meetings ausweiten?
Was Sie brauchen
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- unter 30 Min.
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- Setup
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