
Resilienz ist keine Charaktereigenschaft, die man hat oder nicht hat – sie ist eine Kompetenz, die man entwickeln kann. Das ist die wichtigste Nachricht an alle Mitarbeitenden, die glauben, Stress gehöre einfach zu ihnen.
Was verändern 6 bis 8 Wochen Training?
Ein strukturiertes Resilienz-Training arbeitet nicht an Stressvermeidung, sondern an Stressverarbeitung: Wie erkenne ich Warnsignale bei mir selbst? Was sind meine persönlichen Erschöpfungsanker? Welche Strategien helfen mir, schneller zurückzukommen – nach einem schwierigen Tag, nach einem gescheiterten Projekt, nach einem Konflikt? Diese Fähigkeiten lassen sich lernen. Übersichtsarbeiten zeigen positive Effekte von Resilienztrainings am Arbeitsplatz auf psychische Gesundheit und Wohlbefinden (Robertson u. a., Journal of Occupational and Organizational Psychology, 2015).
Welches Format zeigt die besten Ergebnisse?
Blended Learning – eine Kombination aus kurzen Online-Modulen und regelmäßigen Live-Gruppen-Sessions – schneidet besser ab als reine Selbstlernkurse, weil diesen der soziale Anker fehlt. Wer im Kurs erfährt, dass Kolleginnen und Kollegen ähnliche Belastungen haben, entlastet sich selbst. Diese Normalisierung ist ein Kerneffekt des Gruppenformats, den keine App replizieren kann. Solche Angebote stärken den Einzelnen. Wo die Belastung im Betrieb selbst entsteht, zeigt erst die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – sie ist für jeden Arbeitgeber Pflicht.
So setzen Sie es um
- 1Wählen Sie eine:n zertifizierte:n Resilienz-Trainer:in oder Psycholog:in mit BGF-Erfahrung aus und holen Sie zwei bis drei Angebote ein.
- 2Legen Sie die acht Themenblöcke gemeinsam mit der Trainerin fest (z. B. Umgang mit Veränderung, Grübeln stoppen, Grenzen setzen, Selbstfürsorge).
- 3Reservieren Sie einen ruhigen Raum für die wöchentliche Reihe und begrenzen Sie die Gruppe auf 8–12 Teilnehmende für echten Austausch.
- 4Klären Sie mit der Geschäftsführung, ob die Teilnahme während der Arbeitszeit erfolgt, und halten Sie das verbindlich fest.
- 5Verschicken Sie eine persönliche Einladung mit den acht Terminen, dem Ziel der Reihe und dem Hinweis „vertraulicher Raum, keine Leistungsbewertung“.
- 6Bitten Sie um verbindliche Anmeldung für die gesamte Reihe, da die Blöcke aufeinander aufbauen.
- 7Kommunizieren Sie klar, dass Inhalte im Raum bleiben, um Offenheit zu ermöglichen.
- 8Sorgen Sie vor jedem Termin für den Raum, Getränke und eine ungestörte Atmosphäre (Telefon-Umleitung, „Bitte nicht stören“-Schild).
- 9Ermutigen Sie die Teilnehmenden, zwischen den Terminen die kleinen Übungen im Alltag auszuprobieren.
- 10Behalten Sie die Teilnahmequote im Blick und sprechen Sie Personen mit häufigen Fehlterminen wertschätzend an.
- 11Holen Sie anonymes Feedback zu Nutzen, Trainerin und Übertragbarkeit in den Arbeitsalltag ein.
- 12Besprechen Sie mit der Trainerin, welche Themen besonders trugen und ob eine Auffrischung sinnvoll ist.
- 13Werten Sie aus, ob eine zweite Runde für weitere Teams startet, und dokumentieren Sie die Ergebnisse für die BGF-Steuerung.
Was Sie brauchen
- Aufwand
- mehrtägig
- Kosten
- mit Budget
- Setup
- 960 Min.
- ✓ Stärkt den Umgang mit Belastung
- ✓ Dauerhaftes Angebot
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