
Ersthelfer-Grundausbildungen sind Pflicht. Was danach passiert, ist oft Vergessen. Die Auffrischung setzt dort an, wo die ursprüngliche Ausbildung aufgehört hat – mit dem Wissen, was sich seitdem verändert hat, und dem Praxisanteil, der den Unterschied im Ernstfall macht.
Was verlangt die Pflicht zur Fortbildung?
Betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer müssen in der Regel alle zwei Jahre fortgebildet werden (DGUV Vorschrift 1, § 26 Abs. 3); die DGUV sieht dafür ein Erste-Hilfe-Training mit 9 Unterrichtseinheiten vor. Ohne Wiederholung verblasst das Wissen schnell – insbesondere bei der Herzdruckmassage, wo Technik und Tempo entscheidend sind. Eine Auffrischung mit Puppe, mit Defi und nach aktuellen Leitlinien reaktiviert diese Kompetenz deutlich effektiver als ein Wiederholungsvortrag. Die Angst zu handeln sinkt, die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einzugreifen, steigt. Welche Arbeitsschutzpflichten – Ersthelfer eingeschlossen – mit der Betriebsgröße gelten, zeigt der Ratgeber BGM-Pflichten nach Betriebsgröße.
Was unterscheidet eine gute Auffrischung von einer formalen Pflichterfüllung?
Der Unterschied liegt im Anteil praktischer Übung. Wer 80 % der Zeit zuhört und 20 % übt, vergisst wieder schnell. Wer umgekehrt mit Händen und Defi arbeitet und nur die wichtigsten Neuerungen kompakt erklärt bekommt, behält das Wesentliche. Das Ziel ist kein neues Zertifikat, sondern Handlungssicherheit.
So setzen Sie es um
- 1Bei der zuständigen Berufsgenossenschaft die Kostenübernahme für die Auffrischung klären und das Kontingent an geförderten Plätzen abrufen.
- 2Zertifizierten Kursanbieter buchen und Inhouse-Termine festlegen, damit die Auffrischung im Betrieb statt extern stattfindet.
- 3Teilnehmenden-Liste erstellen und prüfen, wessen letzte Schulung länger als zwei Jahre zurückliegt – diese zuerst einplanen.
- 4Einladung mit Terminwahl verschicken und die Auffrischung als Gesundheits-Event statt als lästige Pflicht rahmen.
- 5Anmeldungen sammeln und Führungskräfte bitten, ihren Teams die Freistellung für den Kursslot verbindlich zuzusichern.
- 6Schulungsraum mit Übungsmaterial, Getränken und Verpflegung vorbereiten, damit der Tag angenehm wird.
- 7Praxisnahe Szenarien aus dem eigenen Betrieb einbauen lassen, etwa Notfall an der Maschine oder im Büro.
- 8Anwesenheit dokumentieren und die aktualisierten Ersthelfer-Nachweise für die Personalakte sammeln.
- 9Teilnahmequote gegen die Soll-Liste abgleichen und Nachzügler für einen Ersatztermin nachfassen.
- 10Kurzes Feedback zu Trainer und Praxisnähe einholen, um den Anbieter fürs nächste Jahr zu bewerten.
- 11Aktuelle Ersthelfer-Zahl gegen die gesetzliche Mindestquote prüfen und den Aushang im Betrieb aktualisieren.
Was Sie brauchen
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- unter 100 €
- Dauer
- 1 Tag
- Setup
- 120 Min.
- ✓ Pflicht + BGF kombiniert
- ✓ Lehrgangsgebühren für die nötige Zahl an Ersthelfenden trägt die BG bzw. Unfallkasse
- ✓ Lebensrettend
Für Ihr Unternehmen übernehmen
Ein Klick — und die Maßnahme liegt vorbereitet in Ihrem Plan. Geführt Schritt für Schritt, kein langes Setup.
ÜbernehmenZahlt ein auf
Wirkung messen mit
Handlungsfeld
Passender Anlass
Passende Best Practices
Nicht sicher, wo ihr anfangen sollt? Selbstcheck →